Projekt

2018
Der Achtsamkeit betonte Foto-Seminare ″sehen reflektieren fotografieren″

Ambitionierte Fotoamateure und passionierte Ästheten sind in eine besinnliche und inspirierende Umgebung eingeladen und können in diesem Fotoseminar die Spielräume des Sehens neu für sich entdecken. Mit einem sensibilisierten und vertieften Bewusstsein für das Sehen von Bildern soll so der begeisterungsfähige Teilnehmer seinen eigenen Weg zu anspruchsvoller Fotografie finden.

Gewohnte Sichtweisen können überprüft und die ursprüngliche Sichtweise mittels des Bewussten Sehens neu gewonnen werden. Ausgangspunkt des Fotoseminars ist das individuelle kreative Potenzial für die Gestaltung von Bildern. Das Sehen von Bildern und die sich anschließende Interpretation sind wesentliche Module für bemerkenswerte Fotografie.

In den Foto-Seminaren soll die Fotografie als künstlerischer Prozess verstanden werden. Unser Ziel soll es sein, die Metaebene des Einzelnen zu erreichen, um so bewusstes Sehen zu verinnerlichen, emotional Gesehenes zu akzeptieren, wesentliches zu präzisieren und fotografisch zu reflektieren.

Projekt: ankommen… angekommen?
Vor dem Hintergrund der menschlichen Tragödien ist im Kontext zum Dekadenthema „Eine Welt“ eine visuelle Thematisierung in Form einer Foto-Wanderausstellung geplant. Zu Beginn mit dem Schwerpunkt: „ankommen“
und in der zweiten Stufe mit der Fragestellung des „angekommen“
jeweils aus der Sicht der Betroffenen – der Hilfesuchenden – und aus der Sicht der Bevölkerung.

Mit den konzeptionellen Grundlagenarbeiten wurde begonnen. Es ist geplant, dass die Ausstellung „ankommen… angekommen?“ persönliche Meinungsbilder – Bild+Text im Dialog in kirchlichen Räumen versinnbildlicht werden soll. Denkrichtung der visuellen Botschaft: die Bilder sollen dem Betrachter die Gelegenheit geben, eine ganz persönliche und verletzliche Seite der Menschen zu erleben.

Flüchtling – das ist für viele Deutsche immer noch ein abstrakter Begriff. Täglich berichten die Nachrichten von Menschen aus den Kriegsgebieten, die ihre Heimat verlassen und sich aufgemacht haben nach Europa- doch wahrgenommen werden sie oft nur als eine anonyme Masse. Als ein meinungsbildendes Projekt als Beitrag zu EINE WELT sollen diese namenlosen Menschen ein Gesicht bekommen.

Momentaufnahmen eines Lebens: Im Rahmen einer Projektgruppe porträtiert der Fotograf Ulrich Püschmann Männer, Frauen und Mütter mit Ihren Kindern Die Flüchtlinge sind dabei Protagonisten und Mitgestalter zugleich. Ihre Biografien könnten vermutlich nicht unterschiedlicher sein… sie teilen eine Geschichte: Flucht. Mit dem Wunsch: In Deutschland Fuß zu fassen, hier eine Zukunft zu haben.

Die Kamera übernimmt das Zugehen des Fotografen und nähert sich dem Menschen als Fremder,  bis das Gesicht mit seinen Augen als Fenster zu Seele im Fokus stehen und eine persönliche Verbindung zwischen Sprechen dem und Betrachter aufgebaut ist.  So kann vermutlich sichtbar werden, was im Verborgenen bleibt.