Projekt

2018 GEISTIG PRAKTISCHES TUN
Der Achtsamkeit betonte Foto-Seminare ″sehen reflektieren fotografieren″

Ambitionierte Fotoamateure und passionierte Ästheten sind in eine besinnliche und inspirierende Umgebung eingeladen und können in diesem Fotoseminar die Spielräume des Sehens neu für sich entdecken. Mit einem sensibilisierten und vertieften Bewusstsein für das Sehen von Bildern soll so der begeisterungsfähige Teilnehmer seinen eigenen Weg zu anspruchsvoller Fotografie finden.

Gewohnte Sichtweisen können überprüft und die ursprüngliche Sichtweise mittels des Bewussten Sehens neu gewonnen werden. Ausgangspunkt des Fotoseminars ist das individuelle kreative Potenzial für die Gestaltung von Bildern. Das Sehen von Bildern und die sich anschließende Interpretation sind wesentliche Module für bemerkenswerte Fotografie.

In den Foto-Seminaren soll die Fotografie als künstlerischer Prozess verstanden werden. Unser Ziel soll es sein, die Metaebene des Einzelnen zu erreichen, um so bewusstes Sehen zu verinnerlichen, emotional Gesehenes zu akzeptieren, wesentliches zu präzisieren und fotografisch zu reflektieren.

Es sei betont, dass das Vorhaben nicht mit konventionellen sogenannten Foto-Workshops zu vergleichen ist. Der spirituelle Raum – die Aura: gleich Achtsamkeit und die einhergehende Entschleunigung sind die Parameter der Fotoseminare.

Wobei der Coach nicht über richtig und falsch, gut oder schlecht bestimmt, sondern hinterfragt und empfiehlt, rät und inspiriert. Seine Aufgabe bezieht sich daher auf die Vermittlung neuer Sehweisen und sich daraus resultierender Fotografie. Die entscheidende Funktion des Coach besteht somit in der Anregung und Moderation kreativer und dynamischer Arbeitsprozesse bei der Bildgestaltung sowie zur Stärkung der von den Seminarteilnehmern mitgebrachter Sensibilität.

Voraussetzung an einer Teilnahme an dem Foto-Seminar sollte lediglich sein, dass die wesentlichen Grundlagen der Fotografie bekannt sind, damit sich der/die TN/In mit Begeisterung der kreativen Fotografie widmen kann.

Die Idee oder der Bogen ließe sich sinnvoller Weise weiter spannen und die Philosophie Oskar Kokoschkas ″Schule des Sehens″ aufzugreifen und idealerweise gemeinsam eine neue ″Schule des Sehens″ zu gründen.

Projekt: ankommen… angekommen?
Vor dem Hintergrund der menschlichen Tragödien ist im Kontext zum Dekadenthema „Eine Welt“ eine visuelle Thematisierung in Form einer Foto-Wanderausstellung geplant. Zu Beginn mit dem Schwerpunkt: „ankommen“
und in der zweiten Stufe mit der Fragestellung des „angekommen“
jeweils aus der Sicht der Betroffenen – der Hilfesuchenden – und aus der Sicht der Bevölkerung.

Mit den konzeptionellen Grundlagenarbeiten wurde begonnen. Es ist geplant, dass die Ausstellung „ankommen… angekommen?“ persönliche Meinungsbilder – Bild+Text im Dialog in kirchlichen Räumen versinnbildlicht werden soll. Denkrichtung der visuellen Botschaft: die Bilder sollen dem Betrachter die Gelegenheit geben, eine ganz persönliche und verletzliche Seite der Menschen zu erleben.

Flüchtling – das ist für viele Deutsche immer noch ein abstrakter Begriff. Täglich berichten die Nachrichten von Menschen aus den Kriegsgebieten, die ihre Heimat verlassen und sich aufgemacht haben nach Europa- doch wahrgenommen werden sie oft nur als eine anonyme Masse. Als ein meinungsbildendes Projekt als Beitrag zu EINE WELT sollen diese namenlosen Menschen ein Gesicht bekommen.

Momentaufnahmen eines Lebens: Im Rahmen einer Projektgruppe porträtiert der Fotograf Ulrich Püschmann Männer, Frauen und Mütter mit Ihren Kindern Die Flüchtlinge sind dabei Protagonisten und Mitgestalter zugleich. Ihre Biografien könnten vermutlich nicht unterschiedlicher sein… sie teilen eine Geschichte: Flucht. Mit dem Wunsch: In Deutschland Fuß zu fassen, hier eine Zukunft zu haben.

Die Kamera übernimmt das Zugehen des Fotografen und nähert sich dem Menschen als Fremder,  bis das Gesicht mit seinen Augen als Fenster zu Seele im Fokus stehen und eine persönliche Verbindung zwischen Sprechen dem und Betrachter aufgebaut ist.  So kann vermutlich sichtbar werden, was im Verborgenen bleibt.